Behandlungsmethoden
Im Rahmen der gesetzlichen kassenärztlichen Versorgung arbeite ich mit dem Verfahren
Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie
und der Methode des EMDR (Traumatherapeutische Ergänzungsmethoden bei Posttraumatischen Belastungsstörungen) sowie Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson
Die tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie holt den Patienten dort ab, wo er gegenwärtig in seinem sozialen und soziokulturellen Umfeld an einem aktuellen Konflikt leidet und Hilfe sucht. Sie arbeitet mit dem Patienten an der Auflösung und Verringerung von Symptomen und hat das Ziel, Besserung oder Heilung über „Einsicht oder eine positive Beziehungserfahrung zu erreichen“ (Wöller/Kruse 2001). Gegenstand der Behandlung ist die Arbeit am „Schnittpunkt der Lebensgeschichte des Patienten“: im Feld der psychosozialen Konflikte und der Aktualgeschichte des Patienten, sowie auf dem Bewusstwerden und Herausarbeiten seiner interpersonellen Konstellation und dem Einfluss schicksalhafter Ereignissen auf die inneren Konflikte. Der Bezug zur Vergangenheit wird auf den zentralen Konflikt begrenzt (Reimer und Rüger , Psychodynamische Psychotherapien, Heidelberg 2006).
In der aktuellen Beziehung zwischen Therapeut und Patient werden symptomauslösende oder symptomverstärkende Beziehungskonstellationen fokussiert. Das aktuelle soziale Umfeld wird auf seine belastenden oder krankmachenden Interaktionsmuster betrachtet. Es werden neue Lösungen für die gegenwärtige Situation in einem zeitlich begrenzten Rahmen und mit einer inhaltlichen Fokussierung erarbeitet.
EMDR Traumatherapie
(Eye Movement Desensitization and Reprocessing)
„Die Wahrscheinlichkeit mindestens einmal im Leben ein emotionales Trauma zu erleiden— ist hoch“. (PP Deutsches Ärzteblatt 9/2005) Nach einem Trauma können Symptome wie Schreckhaftigkeit, belastende Erinnerungen und damit zusammenhängende Gefühle, Albträume und die Vermeidung von Situationen auftreten, die das Trauma hervorgerufen haben. Bei einem hohen Prozentsatz der Betroffenen bilden sich die Symptome spontan zurück.
Etwa ein Viertel der Betroffenen entwickelt eine Posttraumatische Belastungsstörung, wenn diese Symptome chronifizieren. Die Indikation für EMDR kann in der kassenärztlichen Versorgung bei der Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung im Einzelsetting zur Anwendung kommen (Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie 2006). EMDR Therapie erleichtert dem Patienten, die mit dem Trauma verbundenen Gefühle und Bilder zu verarbeiten und zu verändern. EMDR verbessert die neurobiologische Funktionsstörung und die Verarbeitungsfähigkeit des Patienten.
Weitere Informationen: www.emdria.de
